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Übergänge gestalten - 26. Evangelischer Kirchbautag. Die Dokumentation

02/2009 | Sonderheft
Übergänge gestalten - 26. Evangelischer Kirchbautag. Die Dokumentation

Die Wandelbarkeit der St. Reinoldi Kirche – Gottesdienstraum, Vortragssaal, Tanzbühne - war das beste Beispiel für das Thema des 26. Ev. Kirchbautages in Dortmund: Transformationen – Übergänge gestalten. Die Tagung vom 23.-26 Oktober 2008 im Ruhrgebiet hat sich den Fragen nach der Zukunft der Kirchengebäude im Horizont des Wandels einer Stadt und einer Region gestellt. Welche Arbeit der Kirchbautag in Dortmund geleistet hat, das können Sie in diesem Sonderheft von kunst und kirche nachlesen. Zusammen mit dem Vorbereitungsheft 03/2008 bietet das Präsidium des Kirchbautages dem Leser von kunst und kirche die Chance, die Ergebnisse des Kirchbautags in Dortmund im Licht seiner konzeptionellen Ursprungsidee nachzuvollziehen.

Zu dieser Idee gehört die Einsicht, dass Kirchengebäude nicht nur den Wandel der Zeiten an sich erdulden, sondern auch selber gestalten. Kirchen sind Räume, die sich wandeln. Der Bestand an Kirchen muss sich an knapper werdenden Ressourcen orientieren. Kirchen sind zugleich Orte, die zum Wandel ermutigen. Das macht sie unverzichtbar. In Kirchen wird in den Übergängen des Lebens ein roter Faden sichtbar: Unsere Zeit in Gottes Hand. Der Kirchbautag ist beiden Aspekten nachgegangen, dem notwendigen Wandel der Kirchen und dem notwendigen Wandel der Stadt und wie beides zusammenhängt. Ob also die religiöse Übergangskompetenz eine  neue Bedeutung gewinnt für eine Stadt und Region, die sich im Übergang befindet.

Evangelische Kirchbautage wollen Spuren hinterlassen. Die Dortmunder Denkanstösse, aber auch die Beratung und die Workshops in fünf Dortmunder Kirchengemeinden sind konkrete Ergebnisse des Kirchbautages. In diesem Sonderheft finden sie daher  nicht nur die Vorträge, die in Dortmund gehalten wurden, sondern auch Berichte aus den Workshops und von der Denkfabrik im Salzlager der Zeche Zollverein. Die Atmosphäre des Dortmunder Kirchbautages spiegelt sich in den Bildern von der Tanzperformance in St. Reinoldi.  Evangelische Kirchbautage verbinden unangestrengt kritische Reflexion mit gelebter Religion. Daher können Sie in diesem Heft auch Auszüge aus der Eröffnungs- und Abschlusspredigt nachlesen.

Bedanken möchte ich mich bei Reinhard Miermeister und der Bauabteilung der EKiW, Michael Küstermann und dem Team der St. Reinoldi Kirche in Dortmund, die für das außergewöhnliche Niveau des Dortmunder Kirchbautages gesorgt haben, bei allen Autoren, die zu diesem Band beigetragen haben und bei Claudia Breinl, die umsichtig und stilsicher die Redaktion dieses Heftes besorgt hat.

Thomas Erne

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